VW Abgasskandal - Strafanzeige gegen Porsche Holding in Salzburg – So können VW-Dieselfahrer sich Sammelverfahren in Österreich anschließen

Neue Wege geht die Verbraucherschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte aus Berlin. Zusammen mit ihrem Kooperationspartner in Wien, Dr. Ramin Mirfakhrai, hat sie eine Strafanzeige gegen die Porsche Holding in Salzburg gestellt. Der Vorwurf lautet „Vorsätzliche Beeinträchtigung der Umwelt“ und „Vorsätzliche Gemeingefährdung“. Bekanntlich verstößt Volkswagen gegen die Emissionsbestimmungen, indem sie Dieselmotoren manipuliert hatte.

Strafanzeige wegen Abgasmanipulation in Österreich

Der Porsche Holding kommt im Rahmen des VW-Konzerns eine zentrale Rolle zu. Deswegen kann über die Strafanzeige gegen die Porsche Holding in Salzburg der gesamte VW-Konzern getroffen werden. Grundlage für diesen Weg ist das österreichische Unternehmensstrafrecht. Anders als im deutschen Strafrecht können Unternehmen angeklagt und verurteilt werden und nicht nur einzelne Personen.

Unternehmensstrafrecht in Österreich macht es möglich
Bekanntlich gibt es ja auch in Deutschland Ermittlungen gegen Vorstandsmitglieder von Volkswagen oder einzelne Ingenieure aus den Entwicklungsabteilungen der VW-Töchter. Dies gehört aber nicht zu einem Schadensersatzanspruch gegen den Konzern selber. In Österreich ist das Unternehmensstrafrecht anders.

Über Porsche Holding als Beteiligungstäter zu Volkswagen
Wenn die Strafanzeige in Österreich Erfolg hat und die Porsche Holding wegen der strafrechtlichen Bestimmungen verurteilt würde, können sich die VW-Dieselfahrer als sogenannte Privatbeteiligte anschließen. Die Porsche Holding wäre selber Beteiligungstäterin, weil sie die Marke des VW-Konzerns sowohl im Großhandel als auch im Einzelhandel und im After-Sales-Geschäft vertritt. Zudem ist sie auch in der IT-Entwicklung tätig. Deswegen kann also die Porsche Holding GmbH nach österreichischem Recht Beteiligungstäterin im Volkswagenabgasskandal sein.

VW Diesel Halter können sich Sammelklage anschließen
Mit dem österreichischen Verfahren wird es möglich, dass sich alle VW-Fahrer als Privatbeteiligte diesem Verfahren anschließen. Die Ansprüche werden gebündelt. Die VW-Dieselfahrer können ihren kompletten Schaden ersetzt erhalten. Das Ganze geschieht mit einem minimalen finanziellen Risiko.

VW-Abgasskandal: Was müssen VW-Dieselfahrer tun?
Das österreichische Verfahren ermöglicht auch den Dieselfahrern in Deutschland, sich dem Verfahren in Österreich anzuschließen. Wenn Sie mehr wissen möchten und sich diesem Verfahren anschließen wollen, füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 9770.