Dieselgate ++ Ist die Umstiegsprämie die Lösung?

Nach dem Gipfel des Autokartells mit der Politik haben die Autobauer eine schnelle Reaktion versprochen. Ein Update der Software soll allerdings genügen. Die Hardware soll nicht geändert werden. Jetzt ist ein weiterer Anreiz von Seiten des Autokartells geschaffen worden. Es sind üppige Umstiegsprämien für die Halter älterer Dieselwagen. Dies ist aber vielfach eine Täuschung.

Dieselgate: Für wen ist Umstiegsprämie attraktiv?

Nur auf den ersten Blick sieht die Umstiegsprämie attraktiv aus. So bietet VW bis zu € 10.000,00 Rabatt beim Kauf eines Touareg (üblicher Preis ab € 54.000,00) mit Benzin- oder Dieselmotor. Das setzt aber voraus, dass es einer der Halter der rund 6,8 Millionen alten Diesel-Pkw mit der Dieselsoftware Euro 1 bis Euro 4 ist, der sich ohnehin einen Neuwagen kaufen will. Natürlich lohnt es sich, hier die Preise zu vergleichen. Wenn man € 5.000,00 für einen VW Golf oder gar € 8.000,00 für einen VW Passat sparen kann, ist das schon fast ein Viertel des üblichen Listenpreises.

Dieselgate: Kritischer Preisvergleich notwendig!
Schaut man sich allerdings BMW oder Mercedes an, dann liegen die rund € 2.000,00 für den Umtausch eher im Bereich der üblichen Preisnachlässe. Problem ist nur, dass beim Kauf eines sauberen Neuwagens viele Hersteller selber nicht einmal mehr wissen, ob ihr Neuwagen der neuesten Emissionsnorm Euro 6 entspricht. Der ADAC empfiehlt, dass man bei einem Gesamtangebot im Hinblick auf den Rückkauf den Restwert seines Altfahrzeuges genau prüfen muss. Ist er angemessen berücksichtigt? Wird der Rückgabepreis verrechnet oder gibt es eine extra Austauschprämie?

Dieselgate: Umstiegsprämie statt Rabatt?
In der Wirklichkeit dürfte wohl jeder Händler versuchen, seine bislang bestehenden Rabatte zurückzufahren und stattdessen die von den Herstellern finanzierte Prämie in den Vordergrund zu stellen. Zudem ist eben auch der Restwert zu berücksichtigen, den man für seinen alten Diesel-PKW erzielt. Hier kommt es also auf das Verhandlungsgeschick des Käufers mit seinem Händler an. Angesichts der asymmetrischen Kauf- bzw. Verkaufserfahrungen dürfte der Händler wohl am Ende der Gewinner sein.

Dieselgate: Preisverfall für alte Diesel-PKW
Aber was ist mit all jenen Haltern alter Diesel-Pkw, die sich keinen Neuwagen leisten können und für die eine solche Umtauschprämie von vorherein nicht infrage kommt? Sie werden sich einen günstigen Pkw auf dem Gebrauchtwagenmarkt suchen. Und hier werden sie wieder auf die Diesel-Pkw stoßen, die gerade unter dem Druck der Marktsituation besonders billig angeboten werden. Das Umstiegsprämien-System wird also voraussichtlich den Zweitmarkt bzw. den Gebrauchtwagenmarkt weiter unter Druck setzen, ihr Auto zu kaufen, aber sehr schlecht für all diejenigen, die einen Diesel haben und diesen auf eben diesem Markt loswerden wollen. Die Preise sind im Keller.

Dieselgate: Droht weiter Fahrerbot für Diesel-PKW?

Im Hinblick auf die Risiken eines Fahrverbotes wird sich auch nichts ändern. Denn solange die Autos nicht verschwinden – und das wird viele Jahre dauern – stehen weiter Fahrverbote bei besonderen Umweltsituationen für Dieselautos zur Diskussion. Die im Urteil des Verwaltungsgerichtes Stuttgart getätigten Überlegungen werden vermutlich dazu führen, dass eher über kurz als über lang bei bestimmten Umweltsituationen Fahrverbote für Dieselautos ausgesprochen werden, die nicht dem neuesten Standard entsprechen. Wer will da noch in einen Diesel-Pkw investieren?

Dieselgate: Halter von Diesel-PKW haben Anspruch auf Schadensersatz
Der Schaden ist offenkundig.  Das Verkaufsversprechen eines Dieselautos mit den umweltkonformen Abgaskriterien ist nicht erfüllt. Der Diesel-Pkw hat einen Mangel. Hier gibt es den Anspruch auf Rückabwicklung und Schadensersatz.

Individuelle Prüfung Ihres Falles
Wenn Sie als Halter eines betroffenen Diesel-Pkw wissen möchten, ob und wie Sie einen solchen Schadensersatz geltend machen können, füllen Sie das Formular aus. Sie bekommen eine  kostenlose Einschätzung, welcher Weg für Sie der richtige ist. Sie werden erfahren, ob Ihr Rückabwicklungs- und Schadensersatzanspruch in unsere „Sammelklage“ mit aufgenommen werden kann. Dann ist das gesamte Verfahren für Sie kostenlos. Sie brauchen keine Anwalts- und Gerichtskosten zu bezahlen. Oder ist eine Einzelklage in Ihrem Falle zu empfehlen!