Autokartell ++ Sind Rabatte die Lösung?

Autokartell ++ Sind Rabatte die Lösung?

Nach dem Dieselgipfel folgen Taten. So bietet Volkswagen den Haltern alter Dieselfahrzeuge der Abgasklassen Euro 1 bis Euro 4 bis zu € 10.000,00 Prämie auf den Kaufpreis, wenn sie ein neues Dieselmodell von Volkswagen kaufen. Welche Auswirkungen hat diese Umtauschaktion? Lässt sich damit das drohende Fahrverbot für Diesel-Pkw verhindern?

Autokartell bietet Umstiegsprämien

Auch die anderen Volkswagenkonzernmarken Porsche und Škoda bieten eine „Umstiegsprämie“ an. Selbst Daimler ist bereit, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wer ein altes Euro-1- bis Euro-4-Dieselfahrzeug in Zahlung gebe, könne mit einer Prämie rechnen, wenn er einen neuen Mercedes kauft. Dieser Aktion schließen sich dann auch BMW, Ford und Toyota an, die ebenfalls mit Umstiegsprämien Kunden anlocken wollen. Das Autokartell will damit offenkundig allen drohenden Fahrverboten für Dieselfahrzeuge entgegenwirken. Das Ganze macht allerdings eher den Eindruck einer großen Verkaufsaktion und Diesel-Absatzförderung.

Wer nimmt Angebot des Autokartells an?
Ob diese Aktion des Autokartells tatsächlich die Anzahl der schadstoffbelasteten Dieselautos deutlich senkt, bleibt abzuwarten. Wer sich ohnehin einen neuen Diesel-Pkw kaufen wollte, weil sein Dieselfahrzeug einfach zu alt ist, wird die Prämie gerne kassieren. Die ebenfalls betroffenen neueren Diesel-Pkw der Euro-Klassen 4 und 5 bleiben darauf angewiesen, dass durch die Optimierung der Software das Schadstoffproblem verringert wird.

Abgas-Manipulation führt zum Preisverfall für Diesel-PKW
Es darf allerdings bezweifelt werden, ob dies die Schadstoffbelastung in den großen Städten ausreichend senken wird, damit die bereits diskutierten Fahrverbote nicht ausgesprochen werden müssen. Für die Fahrer und Halter von Diesel-Pkw wird dieses nur eine teilweise Lösung sein. Viele werden spätestens dann einen Schaden hinnehmen müssen, wenn sie ihr Auto weiterverkaufen wollen. Zu empfehlen ist es deshalb, Schadensersatzansprüche zu prüfen.

Autokartell: Aktienkurs bricht ein
Für die Aktionäre wird diese große Umtausch- und Verkaufsaktion wohl ebenfalls nichts bringen. Die Kosten trägt das Autokartell, das heißt, die Kosten bleiben bei dem Hersteller. Der Imageschaden wird dadurch nicht beseitigt werden. Bestenfalls langfristig kann sich die deutsche Autoindustrie ihren Ruf wieder erarbeiten.

Wenn Sie Fragen dazu haben oder potenzielle Schadensersatzansprüche als Halter eines Dieselautos oder Aktionär von Daimler, BMW, Volkswagen, Audi und Porsche sind, rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.