Dieselgate ++ Konspiration und Vertuschung

Nach dem der Spiegel mit seinem Artikel „Das Kartell“ die wettbewerbswidrigen Absprachen der Autohersteller Daimler, Audi, Porsche und Volkswagen aufgedeckt hat war ein neues Wort geboren: Dieselgate. Nach Watergate muss das „gate“ immer herhalten, wenn es um Vertuschungen und Konspirationen geht. So auch in diesem Falle. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Dieselgate des Autokartells?

Dieselgate: DUH Umwelthilfe fordert Fahrverbot
Dieselgate: Größter Wirtschaftsskandal der Nachkriegsgeschichte

Dieselgate: Größter Wirtschaftsskandal der Nachkriegsgeschichte
Dieselgate könnte sich zu einem der größten, wenn nicht dem größten Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte entwickeln. Fünf Autohersteller haben sich zusammengetan, um in geheimen Absprachen den Wettbewerb einzuschränken oder zu behindern. So jedenfalls lautet der Vorwurf, den der Spiegel in seiner Reportage „Das Kartell“ erhebt.

Dieselgate: Wettbewerbswidrige Absprachen des Autokartells
Durch diese wettbewerbswidrigen Absprachen ist ein funktionierender Wettbewerb unterdrückt worden. Die Käufer von Diesel PKWs haben einen schlechteren technischen Standard bekommen, als wenn die Mitglieder des Kartells im freien Wettbewerb um die optimale Lösung gerungen hätten.

Dieselgate: Autokartell schädigt Dieselkäufer
Der Begriff Dieselgate beschreibt also die Behinderung von Informationen zu Gunsten des Autokartells und zu Lasten der Diesel PKW Halter. Die Konsequenzen sind vielfältig. Wie noch nie zuvor ist die Diskussion um die Schadstoffemissionen in den Städten zum Thema der öffentlichen Aufmerksamkeit geworden.

Dieselgate: DUH Umwelthilfe fordert Fahrverbot
Ohne Dieselgate hätte die DUH Deutsche Umwelthilfe wohl kaum so viel Aufmerksamkeit bekommen, als sie vor dem Verwaltungsgericht in Stuttgart den Kommunen und vor allen Dingen den Autofahrern gezeigt hat, dass bei bestimmten Emissionslagen auch ein Fahrverbot nicht ausgeschlossen ist.

Dieselgate: Fahrverbot soll mit Klagen erzwungen werden
Mit dem Rückenwind des Dieselgates hat dann Umwelthilfe Chef Jürgen Resch angekündigt, in weiteren Ballungsräumen Deutschlands Klagen einzureichen mit dem Ziel, Fahrverbote durchzusetzen. So droht den Dieselfahrern ganz real die Gefahr, dass sie ganz oder zeitweise nicht mehr ihren Diesel benutzen können.

Dieselgate: Gebrauchtwagenmarkt für Diesel bricht ein
Infolge dessen ist wegen der Diskussion über ein das Fahrverbot  und die Zukunft der Dieseltechnik der Gebrauchtwagenmarkt für Diesel PKWs zusammengebrochen. In einer Umfrage von Aral wurde deutlich, dass die Autokäufer in Deutschland dem Diesel misstrauen. Nur knapp jeder fünfte potentielle Autokäufer ist noch bereit einen Diesel zu kaufen.

Dieselgate: ADAC rät vom Diesel ab
Auch der ADAC rät Autokäufern, um den Diesel vorerst einen großen Bogen zu machen, bis im Herbst 2017 die Euro 6d TEMP greift. Damit werden die Schadstoffemissionen im „echten“ Straßenverkehr gemessen.

Dieselgate: Händler kaufen keine Diesel mehr an
Der Bundesverband der Kfz Händler klagt über Umsatzverluste und längere Standzeiten für Dieselfahrzeuge. Einzelne Gebrauchtwagenhändler berichten, dass sie nur noch Diesel mit dem Euro 6 Dieselmotor ankaufen. Ältere Euro Normen werden sie nicht mehr los, so ist deren Sorge. Damit ist offenkundig, dass die Dieselfahrer einen Wertverlust ihres Diesel PKW erleiden. Das drohende Fahrverbot tut sein Übriges. Das Vertrauen in den Diesel ist dahin.

Dieselgate: Schadensersatz für Dieselfahrer
Haben die Fahrer von Diesel PKWs nun einen Anspruch auf Schadensersatz? Grundsätzlich ist ihnen ein Diesel PKW verkauft worden, der nicht den versprochenen Vorgaben entspricht und mit dem sie Gefahr laufen, dass sie beim einem möglichen Fahrverbot vom öffentlichen Verkehr ausgeschlossen werden können. Es gibt zahlreiche Urteile, die den Käufern von Diesel PKWs einen Schadensersatzanspruch zusprechen.

Dieselgate: „Sammelklagen“ gescheitert
Die Bemühungen von Internetportalen und Stiftungen mit sogenannten „Sammelklagen“ Druck auf VW als Mitglied des Autokartells aufzubauen, sind bislang gescheitert. Es gibt keine Sammelklagen in Deutschland und damit auch keinen Rechtsanspruch, der damit geltend gemacht werden könnte. Dem Dieselhalter ist damit nur der individuelle Schadensersatzanspruch gegeben, den er notwendigenfalls alleine vor Gericht durchsetzen muss.

Dieselgate: Dieselbesitzer müssen handeln
Vielfach müssen Anleger schnell handeln, denn es gilt eine zweijährige Gewährleistungsfrist. Da aber auch andere Anspruchsnormen denkbar sind, lohnt es sich auch darüber hinaus prüfen zu lassen, ob Schadensersatzansprüche, Nachbesserung oder die Rücknahme des Diesel PKWs möglich sind.

Wenn Sie als Halter eines Diesel PKWs Fragen haben füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 652 12 76 25 00. Sie bekommen eine kostenlose Ersteinschätzung für Ihren individuellen Fall.