Abgas Skandal Mercedes

Der Autokonzern Daimler hat eine große Rückruf-Aktion angekündigt. Nach den Diskussionen über die Fahrverbote für Dieselautos und die Manipulation von Abgaswerten hat Daimler die Konsequenzen gezogen. Schon im Juli 2017 hatte Daimler angekündigt, seine insgesamt über 3 Millionen Mercedes-Pkw mit Dieselmotoren in ganz Europa durch eine Nachrüstung zu optimieren.

Abgas Skandal: Mercedes steht unter erheblichem Druck

In einer Großrazzia hatte die Staatsanwaltschaft in Stuttgart Beweise für die Einrichtung einer illegalen Abgaseinrichtung gesucht. Diese Abgasabschalteinrichtung sollte die Abgasreinigung im Prüfstand und auf der Straße teilweise wieder ausschalten. Daimler hat diese Betrugsvorwürfe entschieden zurückgewiesen. Daimler hat einen freiwilligen Rückruf angekündigt. Etwas euphemistisch nennt Daimler diese Aktion.

Abgas Skandal: Freiwillige Servicemaßnahmen durch Mercedes
220 Millionen Euro wird Daimler das kosten, so heißt es. Mit dieser Aktion reagiert Daimler auch auf die in der Öffentlichkeit diskutierten Fahrverbote, die ja insbesondere auch Daimlers Sitz in Stuttgart betreffen. Das Verwaltungsgericht hatte ein Fahrverbot angedroht, um die jahrelangen Verstöße gegen die EU-Luftreinheitsvorschriften zu stoppen.

Abgas Skandal: Verlieren Mercedes Diesel an Wert?
Ob diese Optimierung der Software den gewünschten Erfolg bringt, bleibt abzuwarten. Immer wieder hat sich herausgestellt, dass damit auch höhere Verbrauchswerte bzw. ein höherer Verschleiß verbunden sind. Auf jeden Fall ist ein erheblicher Wertverlust bei Diesel-Pkw, auch der Marke Daimler, entstanden. Der gesamte Dieselgebrauchtwagenmarkt hat eine heftige Delle bekommen. Die Verunsicherung der Käufer ist spürbar. Daran werden auch nicht die sogenannten Umweltprämien etwas ändern können.

Abgas Skandal: Rechtliche Optionen bei Mercedes Diesel
Wollen Sie als Halter eines Mercedes-Diesel-Pkw wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten Sie haben, den Wertverlust bzw. den durch das Fahrverbot eintretenden Schaden ersetzt zu halten? Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, die immer auf den individuellen Fall abzustellen sind. Sammelklagen sind nach deutschem Recht nicht möglich. Auch die Aktionen von Internetportalen, in denen sich viele tausend Dieselhalter zusammengeschlossen haben, haben bislang keine rechtlichen Erfolge vorweisen können. Das ist auch kein Wunder, es gibt nämlich keine rechtlichen Ansprüche. Man ist auf den guten Willen der Hersteller angewiesen.

Wenn Sie also wissen möchten, was in Ihrem konkreten Falle möglich ist, füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 652 1276 0.